LESUNG / Markus Stegmann – Als die Marder kamen

Buchvernissage. In seinem neuen Prosaband «Als die Marder kamen» führt Markus Stegmann fort, was er im Band «Schaf und Schatulle» begonnen hat: eine teils philosophische, teils phantastische Betrachtung unserer Zeit, mit allen ihren Problemen, Schrecken und Absurditäten. Zwischen Beobachtung und Phantasie, Traumwelten und Halluzinationen oszillierend, kommentiert er die Gegenwart mit heiterem Ernst und grimmigem Humor, mit Gedanken-Salti und lakonischer Melancholie. Während in Schaf und Schatulle 267 kurze Texte einen Erzählfaden bilden, ist der neue Band in sieben Kapitel gegliedert: Weltraumtraum, Zeichen am Himmel, Raumfahrt mit Kindern, Südsee, Wanderungen, Schlaf und Traum, Nach der Zeit. Das vereinsamte Erzähler-Ich – auch hier ist es ein älterer «Schlossbewohner» – berichtet von seinen Gedanken-Reisen, von Phantasie-Abenteuern im Weltraum, auf dem Mond, in der Südsee und im eigenen «Luftraum». In einem Kapitel taucht der Autor ein in pfälzische und schwäbische Landschaften der Erinnerung. Traumhafte Visionen, surreale Bilder spiegeln die Schrecken dieser Zeit: Kriege, Umweltzerstörung, Fluchtversuche hinaus ins All, auch eine Dschungelcamp-Phantasmagorie. Markus Stegmann schildert mit skurrilem Humor den bedenklichen Zustand unserer Welt.